Spielberichte 2015/2016

Am Ende blieb dann doch die bittere Erkenntnis, dass die SG trotz einer couragierten Leistung mit Null Punkten den Rasen verlassen musste.
Trotz der erheblichen personellen Problemen wollte sich die SG Rackith/Dabrun gegen den Favoriten aus Pratau nicht Ihrem Schicksal ergeben. So konnten die anfänglichen Bemühungen der Gäste relativ problemlos entschärft werden. Die Hausherren standen sehr defensiv und versuchten die Räume eng zu machen. Nach Vorne ging jedoch nicht viel. Nach einer guten Viertelstunde hatten die Gäste ihre erste große Möglichkeit doch ging der Versuch knapp am Tor vorbei. Eine weitere Möglichkeit hatte Steven Schmidt nach einer Unstimmigkeit zwischen Felix Kräter und Jens Schapelt. Doch sein Versuch aus kürzester Distanz ging am Tor vorbei. Ansonsten plätscherte das Spiel zwischen den Strafräumen lang hin.
Auf Seiten der SG hatte Raik Breite mit einem Kopfball die einzig nennenswerte Möglichkeit. Kurz vordem Seitenwechsel knallte Maximilian Preuß den Ball noch an das Lattenkreuz. So ging es torlos in die Kabine. Mit dem Spielverlauf waren die Beteiligten der SG sehr zufrieden. Freilich konnte seitens der Gastgeber kein fußballerischer "Leckerbissen" erwartet werden doch die Lauf- und Kampfbereitschaft stimmt vollends.
Im zweiten Abschnitt entwickelte sich das gewohnte Bild. Pratau hatte mehr Spielanteile und der Ball lief besser. So war es einzig Jens Schapelt zu verdanken, der mit einigen tollen Paraden seine Mannschaft vor einem möglichen Rückstand bewahrte. Doch in der 72 Min. war es dann soweit. Nach einem Einwurf rutschte Raik Breite weg und Philipp Mücke lief allein auf das Tor zu, umkurvte Jens Schapelt und erzielte die Führung. Jetzt ging ein Ruck durch die Hausherren und diese agierten nunmehr etwas mutiger und offensiver. Doch mehr als Fernschüsse neben das Tor sprangen vorerst nicht hinaus. Kurz vordem Abpfiff hatte Tim Bremisch nach Doppelpass mit Alexander Lerm den Ausgleich auf dem Fuß doch sein Schuss wurde im letzten Moment geblockt.
So endete die Partie mit 0:1 für den Favoriten aus Pratau. Dies geht auch vollends in Ordnung. Dennoch waren die Spieler der SG sichtlich enttäuscht, da sie, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, eine couragierte Leistung boten.
Aufstellung: Schapelt, Jahns, Breite, Janik, Kräter, Lerm, Sehmisch, Schmieder, Bremisch, Wollenhaupt (70 Min. Weidig), Krause (83 Min. Drescher)

Bei suboptimalen äußeren Bedingungen entwickelte sich die erwartet schwere Auswärtsaufgabe für die SG. Die Hausherren waren von Beginn an hellwach und stoßen zu meist über die eigene rechte Seite nach vorne. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten stabilisierte sich die SG und hatte durch Tim Bremisch eine gute Möglichkeit. Doch sein Abschluss war weder Fisch noch Fleisch. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Angriffsbemühungen von Victoria stärker. So muss Jens Schapelt 2-3 brenzlige Situationen bereinigen. Ansonsten versuchte die SG die Räume eng zu machen und eigene Angriffe schnell nach vorne zu tragen. Dies gelang insbesondere im ersten Abschnitt äußerst gut. Die Abwehr um Stefan Jahns, Daniel Janik und Raik Breite lieferten durchweg gute Leistungen. So ging eine weitesgehend ausgeglichene mit optischer Vorteilen für Victoria torlos zu Ende.
Kurios war zu Beginn der zweiten Halbzeit, dass der Schiedsrichter aufgrund einer Zerrung die Partie nicht mehr fortführen konnte und sein Assistent übernehmen musste. Die Gastgeber übernahmen gleich das Zepter doch der Deckungsverbund stand. Kurze Zeit später hatte die SG 2 aussichtsreiche Angriffe doch Alexander Lerm agierte uneigennützig und wollte den mitgelaufenen Fabian Grundt bedienen doch die Zuspiele wurden abgefangen.
Nach einer Stunde fiel dann die Entscheidung. Eine der wenigen Unstimmigkeiten in der Defensive nutzte Andreas Thöner eiskalt aus und traf zur Führung. Die SG hatte der Führung nichts mehr entgegen zu setzen. Kurz vor Schluss war es dann erneut Andreas Thöner der mit einem fulminanten Flachschuss den zweiten Treffer erzielte.
Insgesamt geht der Sieg für die "Victorianer" vollkommen in Ordnung und ist aufgrund der Spielanteile verdient. Dennoch ernteten die Spieler der SG für die Leistung im ersten Abschnitt viel Lob. Leider verletzte sich Marcel Willems in der Partie an der Schulter. Wir wünschen Ihm gute Besserung.
Aufstellung: Schapelt, Jahns, Janik, Breite, Köppe, Kräter, Bremisch, Sehmisch, Zerbe (73 Min. Willems, 80 Min. Ellert), Grundt, Lerm

Dümmer kann man keine Niederlage kassieren. Unter diesem Motto muss das Spiel vom Samstag gesehen werden.
Von Beginn an hatten die Gastgeber gegen tiefstehende Reinsdorfer spielerisch enorme Probleme. Oft wurde nur mit langen Bällen agiert und somit das eigene Mittelfeld größtenteils aus dem Spiel genommen. Das dies kein probates Mittel werden würde zeigte sich eigentlich frühzeitig, da die Gäste fast jedes Kopfballduell für sich entscheiden konnten. Zudem hatte die sonst so sichere Abwehr der SG viele Probleme im Spielaufbau.
Die Führung der Gäste fiel dann doch relativ überraschend. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld kann Lars Hermann seinen Gegenspieler nicht stören, die Hereingabe kullert durch den 5-Meter-Raum und Nico Buchheim schiebt den Ball mit der Hacke über die Linie. Eine solche Schlafeinlage zeigte die SG schon lange nicht mehr. Quasi im Gegenzug hatte Alexander Lerm die Möglichkeit zum Ausgleich. Doch freistehend schob er den Ball am Tor vorbei. Spielerisch lieferte die SG eine mehr als schlechte Leistung ab. Es wurde kaum miteinander gespielt sondern Einzelaktionen bestimmten das Geschehen. Kurz vor der Pause wurde noch Sebastian Bernicke wegen unsportlichen Verhaltens gegenüber den Schiedsrichter vom Platz gestellt.
Doch trotz dieser numerischen Überlegenheit blieb die SG auch im zweiten Abschnitt einiges schuldig. Freilich entwickelte sich einseitge Partie. Die Reinsdorfer standen noch tiefer und klärten die Bälle kompromisslos nach vorne. Die Chancen der Heimmannschaft wurden zu allem Überfluss teils fahrlässig vergeben. So traf Ringo Schmieder nur den Pfosten und der anschließende Ball von Fabian Grundt wurde auf der Linie geklärt. Das Kernproblem waren einfach die spielerischen Defizite an diesem Tag.
Nach 70 Minuten fiel dann doch der völlig verdiente Ausgleich. Nach einer Ecke knallte Daniel Janik den Ball über die Linie. Die Erleichterung war sehr groß und die Gäste stehend K.O. Doch manchmal läuft es im Fußball anders als man denkt. Ein langer Ball der Reinsdorfer und ein Laufduell zwischen dem Gästespieler und Daniel Janik sowie Marcell Willems. Eine mögliche Chance wäre nie entstanden. Doch mangelnde Kommunikation sorgten dafür, dass der Kopfball von Daniel Janik in Richtung von Jens Schapelt ins Tor ging. Ein Herauslaufen hätte es an dieser Stelle nie bedurft, da die Situation noch außerhalb des Strafraumes stattfand.
So gingen die Gäste erneut in Führung und die SG schaute sich verdutzt und fassungslos an.
Im Endeffekt blieb es bei diesem Ergebnis. Zweifelsfrei hätte sich die SG zumindest das Unentschieden verdient. Aber die eigene Leistung an diesem Wochenende war einfach zu schlecht. Vielleicht sollte wieder mehr an der Kommunikation untereinander im Spiel gearbeitet werden.
Aufstellung: Schapelt, Willems, Jahns, Janik, Kräter, Grundt, Bremisch, Zerbe (65 Min. Breite), Hermann (56 Min. Schmieder), Lerm, Knape

Beide Mannschaften mussten am Wochenende auf zahlreiche Stammkräfte verzichten und so entwickelte sich zunächst kein schönes Spiel auf dem rutschigen Geläuf in Wartenburg. Die Gäste waren hierbei die optisch überlegenere Mannschaft. Die Vorgaben vom Trainer lauteten bei diesen Platzverhältnissen die Bälle auf das Tor zu bringen. Doch die ersten Versuche landeten gerade noch im Fangnetz. Mit zunehmender Spieldauer setzte sich die SG mehr und mehr in der Hälfte der Gastgeber fest. Hierbei waren spielerisch einige nennenswerten Aktionen zu sehen. Darüber hinaus entstanden zahlreiche Standardsituationen. Diese waren jedoch zum Teil eine Offenbarung. Früher eine Stärke der SG nunmehr ohne jegliche Gefahr. Hier muss unbedingt Abhilfe geschaffen werden. Die größte Möglichkeit im ersten Abschnitt hatte Tim Bremisch. Sein Schuss wurde jedoch hervorragend vom Keeper um den Pfosten gelenkt. Die Versuche von Fabian Grundt, Ringo Schmieder und Felix Kräter verfehlten Ihr Ziel. Defensiv war die SG kaum gefordet. Die Gastgeber agierten ausschließlich mit langen Bällen, die allesamt problemlos abgefangen worden sind. Besonders Raik Breite konnte hier endlich wieder an seine guten Leistungen anknüpfen. Über die Außen sorgte Norman Sehmisch für die ein oder andere gefährlichere Situation. Doch kurz vor der Halbzeit hätte die Partie kippen können. Nach einem Stockfehler vom sonst souverän agierten Stefan Jahns tauchte Johannes Gallien allein vor Jens Schapelt auf. Doch sein Schuss verfehlte das Gehäuse knapp.
Im zweiten Abschnitt erhöhte die SG die Schlagzahl. Die Germanen kamen kaum zur Entfaltung. Nach einer Ecke stieg Ringo Schmieder am höchsten aber sein Kopfball konnte erneut vom Torhüter entschärft werden. Nach einer guten Stunde erfolgte der beste Spielzug. Ein Ballgewinn von Felix Kräter mit dem anschließenden öffnenden Pass auf Ringo Schmieder, Weiterleitung auf Fabian Grundt und dieser schiebt den Ball mit links zur Führung ein. Der Jubel kannte im Anschluss keine Grenze. Die Gastgeber waren sichtlich geschockt und hatten zunächst kein Mittel parat. Vorwerfen muss sich die SG, dass ein zweiter Treffer die Partie entschieden hätte. So blieb es ein enges Match bis zum Spiel. Nach mehreren Umstellungen der Hausherren agierte man nun offensiver. So musste Jens Schapelt nach einem Freistoß eingreifen. Quasi mit dem Schlusspfiff gab es noch fast den Ausgleich. Nach einer Ecke steht Rene Richter im 5-Meter-Raum völlig frei und sein Kopfball kann gerade noch auf der Linie von Jens Schapelt geklärt werden.
Schlussendlich kann festgehalten werden, dass der Sieg völlig in Ordnung geht und insbesondere die Defensive hervorragend gespielt hat. Der Einsatz von Stefan Köppe brachte viel Stabilität in das Spiel der SG. Jedoch besteht Verbesserungsbedarf bei Standardsituationen und bei der Chancenverwertung.
Derbysieger sind: Schapelt, Jahns, Breite, Ellert, Kräter, Köppe, Zerbe (88 Min. Willems), Bremisch, Sehmisch, Grundt, Schmieder (75 Min. Lerm)

Von Beginn an spielte die SG Rackith/Dabrun mit einer erstaunlichen Ruhe und Sicherheit in den eigenen Aktionen. So konnte bereits nach 4 gespielten Minuten die Führung bejubelt werden. Ein Pass in die Schnittstelle wurde gekonnt von Alexander Lerm verarbeitet und dieser war dann nur noch durch ein Foulspiel im Strafraum zu stoppen. Den fälligen und berechtigten Elfmeter versenkte Henry Knape sicher zur frühen Führung.
Oftmals brachte eine frühe Führung nicht die gewünschte Sicherheit der Mannschaft. Doch an diesem Wochenende war es anders. Gegen eine sehr junge Heimmannschaft hatte man das Spielgeschehen im Griff und konnte diverse Möglichkeiten erarbeiten. Zudem lieferte die Defensive um Marcel Willems eine überragende Leistung. Beispielhaft hierfür steht auch, dass Michael Stier sich gegen Daniel Janik kaum entfalten und für Gefahr sorgen konnte. Nach einer guten halben Stunde gab es einen neuerlichen Aufreger. Henry Knape setzte sich im Laufduell durch und drang in den Strafraum der Gastgeber ein und konnte wiederrum nur mit einem Foul gestoppt werden. Diesesmal lies sich Felix Kräter die Chance nicht nehmen und erhöhte souverän auf 2:0. Die Pretzscher agierten nunmehr etwas offensiver doch oftmals fehlte die nötige Durchschlagskraft.
Im zweiten Abschnitt entwickelte sich eine weiterhin gutklassige Partie auf beiden Seiten. Besonders im Mittelfeld konnten die Hausherren mehr Zweikämpfe gewinnen. Aus einer solchen Situation heraus entstand dann aber auch der nächste Treffer. Ein Ball wurde von Daniel Janik abgefangen und dieser startete aus der eigenen Hälfte heraus einen Sololauf. Dieser wurde gekrönt durch seinen ersten Saisontreffer. In der Folgezeit drängten die Gastgeber auf den Anschlusstreffer. Doch Jens Schapelt hielt seinen Kasten sauber. Aufgrund der offensiveren Spielweise ergaben sich dementsprechend auch mehr Räume für Konter. Die größte Möglichkeit hatte Felix Kräter doch sein Kopfball konnte auf der Linie geklärt werden. So blieb es bis zum Schluss bei dem verdienten Auswärtserfolg für die Männer der SG Rackith/Dabrun.
Getrübt wurde der Sieg durch die vermeintlich schwere Verletzung von Thomas Huth. Der ganze Verein drückt die Daumen, dass die Diagnose sich nicht bestätigt und du bald wieder fit bist.
Aufstellung: Schapelt, Janik, Willems, Jahns, Kräter, Grundt, Zerbe (83 Min. Wollenhaupt), Hermann, Bremisch (73 Min. Huth, 85 Min. Weidig), Lerm, Knape