Die zahlreich erschienen Gästefans erlebten eine gute Partie ihrer Mannschaft trotz erheblicher personeller Probleme. Das Team von Andreas Kräter übernahm gegen eine ebenfalls personell geschwächten Gastgeber das Kommando. So bot sich nach keinen 5 gespielten Minuten Alexander Lerm die große Möglichkeit. Nach Vorarbeit von Tim Bremisch lief er völlig freistehend auf das Gehäuse zu doch schloss er viel zu früh und überhastet ab, so dass der Keeper keine großen Probleme hatte. Wenig später war es erneut Alexander Lerm mit einer großen Möglichkeit doch auch diese blieb ungenutzt. Die Gastgeber bis dato völlig harmlos fuhren nach einem Freistoß der SG einen Konter und Andre Koppatz nutze dies mit einem Heber über Jens Schapelt.

Leider verunsicherte dies die Spielgemeinschaft derart, dass der Druck aus der Anfangshase nicht aufrechtgehalten werden konnte. Die Gastgeber zogen sich mit dieser Führung wieder zurück und überließen der SG das Spiel. Hierbei sprang jedoch nichts zählbares heraus. Die Ansätze waren da doch entweder haperte es bei der Ballannahme oder am mangelnden Zug am Tor. So ging es mit einer glücklichen Pausenführung für die Gastgeber in die Kabine.

Der zweite Abschnitt war ein Spiel auf ein Tor. Die SG bestimmte das Geschehen und drückte Annaburg in die eigene Hälfte. Doch auch hier war man(n) einfach zu inkonsequent vor dem Tor. Die Gastgeber hingegen versuchten über Routinier Steffan Kassuba Nadelstiche zu setzen. Doch die Abwehr um Marcel Willems, Raik Breite und Daniel Janik stand besonders im zweiten Abschnitt sicher. Nach einer Stunde fiel dann der längst überfällige Ausgleich. Nach einer schönen Einzelaktion fehlte Alexander Lerm noch das Fortune doch sein Ball sprang vom Pfosten zu Sven Zerbe und dieser hatte wenige Mühe aus Nahdistanz einzuschieben.

Mit diesem Erfolgserlebnis starteten neuerliche Angriffe der SG. In der 77 Min. war es dann erneut Sven Zerbe, der nach Vorarbeit von Tim Bremisch zunächst am Keeper scheiterte doch den Nachschuss über die Linie bugsierte. Endlich hatte die SG die mehr als verdiente Führung erzielt. Eine spielentscheidende Szene ereignete sich kurz danach. Ein Konter der SG wurde mit einem Handspiel unterbunden und hätte folgerichtig zu einem Feldverweis führen müssen, da dieser Spieler bereits verwarnt gewesen war. Hingegen hatte auch die SG Glück als Steffen Kassuba im Strafraum zu Fall kam.

Kurz vor Schluss kassierte die SG noch den völlig überflüssigen Ausgleich. Ein eigener Angriff wurde unterbunden und eine aufgerückte Mannschaft der SG musste sich in einem Auswärtsspiel bei eigener Führung kurz vor Schluss auskontern lassen!!! Steffen Kassuba bedankte sich und erzielte den schmeichelhaften Ausgleich.

Auf dieser Leistung kann man aufbauen und muss aber am kommenden Wochenende gegen Zschornewitz noch effektiver und zielstrebiger agieren.

Aufstellung: Schapelt, Willems, Breite, Janik, Kräter, Haase, Bremisch, Sehmisch, Knape, Zerbe, Lerm

Die SG Rackith/Dabrun konnte das erste Pflichtspiel der Saison 2015/2016 erfolgreich bestreiten und bezwang dabei die Reserve des VfB Gräfenhainichen mit 3:0.

Den Gastgeber standen am Samstag lediglich 10 Spieler zur Verfügung. Insofern entwickelte sich ein Spiel, welches nur eine Richtung kannte. Die erste nennenswerte Möglichkeit hatte Tim Bremisch nach 10 Minuten. Seine Direktabnahme konnte der Torhüter jedoch an den Pfosten lenken. Wenig später machte er es besser. Nach Foulspiel an Marcel Willems, der sein Debüt für die SG feierte, verwandelte Tim Bremisch den fälligen Freistoß zur überfälligen Führung. Entgegen der Hoffnungen des Trainers brachte diese Führung kaum Sicherheit. Die SG blieb im Aufbauspiel Ideen- und Einfallslos. Gegen tiefstehende Gastgeber und mit numerischer Überlegenheit fast ausschließlich mit langen Bällen zu agieren war jedenfalls nicht der richtige Weg. Auch den Versuchen aus der Distanz fehlte jegliche Präzision. Die Gastgeber indes vermochten gelegentlich Nadelstiche zu setzen. Keeper Jens Schapelt musste jedoch nicht einmal ernsthaft in das Geschehen eingreifen.

Eine weiterhin uninspirierte Mannschaft der SG mühte sich zu Chancen. Doch Raik Breite, Tim Bremisch oder Henry Knape konnten die Führung nicht ausbauen, da sie entweder am glänzend aufgelegten Torhüter oder am eigenen Unvermögen scheiterten.

Den zweiten Abschnitt konnten die Gastgeber nur noch mit 9 Spielern bestreiten. Die SG zeigte sich etwas lauffreudiger und ideenreicher. So erzielte Norman Sehmisch mit einer abgefälschten Hereingabe den zweiten Treffer. Chancen über Chancen boten sich für die SG. Den dritten Treffer steuerte Felix Kräter nach einer Flanke vom eingewechselten Marcus Biebsch bei. Kurz vor Schluss hatte erneut Tim Bremisch Pech als sein Schuss an der Latte landete.

Großen Respekt an die sportlich fairen Gastgeber, welche die Partie mit 9 Spielern zu Ende brachten. Für das Trainerteam Kräter/Schmieder gibt es bis zum kommenden Wochenende noch einige Baustellen. Mit der gezeigten Leistung kann man jedenfalls nicht zufrieden sein.

Aufstellung: Schapelt, Jahns, Janik, Sehmisch, Breite (70 Min. Biebsch), Haase, Knape, Bremisch, Wollenhaupt (46 Min. Zerbe), Willems, Kräter (80 Min. Pönicke)

Die SG Rackith/Dabrun reiste zum Auswärtsspiel mit einem äußerst "dünn" besetzten Kader an. Neben dem fehlen einiger Stammspieler gingen Ron Maffert und Tim Bremisch mit gesundheitlichen Problemen in die Partie, nichtsdestotrotz kann und darf dies nicht als Ausrede für die gezeigte Leistung dienen.

Zu Beginn der Partie konnte die SG das Spiel einigermaßen offen gestalten und hatte durch Michael Schütze die Möglichkeit die Führung zu erzielen, doch die Hereingabe konnte nicht verwertet werden. Mit zunehmender Spieldauer verschob sich das Geschehen immer mehr in Richtung des Strafraumes der SG. So hatte Holger Stier mehrfach die Möglichkeit den Gastgeber in Front zu bringen, doch entweder stand die Verteidigung im Weg oder der Pfosten. Eigene Aktzente der SG blieben Mangelware, so blieb der Abschluss von Henry Knape eine Ausnahme. Leider musste mitte der ersten Halbzeit Ronny Klier verletzungsbedingt ausgewechselt werden und Nico Haase musste in die Abwehr zurückrücken. Pretzsch war die klar Ton angebende Mannschaft und die SG konnte sich über das Unentschieden zur Halbzeit glücklich schätzen.

Im zweiten Abschnitt wollte die SG Rackith/Dabrun an die Leistungen aus den Vorwochen anknüpfen und besser in das Spiel kommen. Doch bereits in der 48 Min. erhielten die Gastgeber einen Foulelfmeter zugesprochen. Jens Schapelt konnte diesen halten, jedoch war er gegen den Nachschuss von Rocco Skowronek dann chancenlos. In der Folgezeit drängten die Gastgeber auf die Entscheidung doch Jens Schapelt hielt die SG weiter im Spiel. Die größte Möglichkeit zum Ausgleich bot sich Ron Maffert. Nach einer perfekten Flanke von Henry Knape hätte er den Kopfball nur noch auf das Tor bringen müssen, doch es gibt Tage an denen nichts funktioniert und so ging der Kopfball am Gehäuse der Gastgeber vorbei. Pretzsch verpasste es für eine Entscheidung zu sorgen und so wurde es noch spannend. Ein Freistoß von Tim Bremisch schlug am Pfosten ein und den daraus resultierenden Abpraller verwandelte Lars Hermann. Trotz dieser nicht zufrieden stellenden Leistung stand es ab der 78 Min. unentschieden. Doch die SG vermochte es nicht dieses Ergebnis zu verteidigen und so erhielt Pretzsch praktisch im Gegenzug erneut einen völlig berechtigten Elfmeter zu gesprochen. Es hätte jedoch nicht dazu kommen dürfen. Unzureichende Abwehrarbeit, ungestümes und unnötiges Herauslaufen von Jens Schapelt brachten Michael Stier zu Fall und erneut verwandelte Rocco Skowronek zur Führung 81 Min. Dieser Gegentreffer brach der SG das Genick. Der nächste Angriff führte dann zur Entscheidung. Der eingewechselte Hendrik Schubert erzielte mit einem sehenswerten Heber den 3:1 Endstand. Das Ergebnis hätte durchaus höher ausfallen können.

Mit dieser Niederlage verringerte sich der Abstand zu den Mannschaften aus den Tabellenkeller. Für die SG Rackith/Dabrun heißt es nun diese Leistung so schnell wie möglich zu vergessen und die Konzentration völlig auf das kommende Spiel zu legen.

Aufstellung: Schapelt, Klier (37 Min. Zerbe), Janik, Breite, Hermann, Haase, Knape, Maffert, Bremisch, Lerm, Schütze