Let´s Talk

Hallo Henry,

zusammen mit Ringo Schmieder stehst du der Mannschaft bereits im vierten Jahr als Spielertrainer zur Verfügung. Seit knapp 10 Jahren liegt dir viel an unserem Team. Mit deinen direkt verwandelten Eckball-Toren, deinen unverwechselbaren Ansprachen in den Umkleidekabinen und deiner lockeren Art bist du schnell zum Publikumsliebling avanciert.  Heute startet die Vorbereitung auf die neue Saison und du kannst es sicher kaum erwarten.

Kannst du uns bitte den Sommerfahrplan bis zum Saisonbeginn am 17. August verraten?

Die Vorbereitung wird in diesem Jahr relativ Kompakt ablaufen. Wir haben nur 5 Wochen Zeit, in denen wir ordentlich ranklotzen, aber auch reichlich an unserem Spielsystem arbeiten müssen. Traditionell starten wir gegen die Betriebssportgemeinschaft von SIG Combibloc. Anschließend spielen wir gegen die sehr zweikampfstarke Mannschaft vom Dommitzscher SV. Das Wochenende danach geht es beim Reinsdorfer Sommercup darum, sich möglichst gut zu präsentieren und viel zu testen. Am Ende der Vorbereitung wartet mit dem SV Grün-Weiß Wörlitz der wohl stärkste Gegner auf uns, wo wir noch etwas gut zu machen haben!

Auf welchem Tabellenplatz siehst du die SG Rackith/Dabrun nach dem letzten Spieltag?

Mindestens Platz 8!

Und wieviel Tore hättest du dann gerne auf deinem Konto?

7 Tore

Das liest sich gut. Wie ich dich kenne, wirst du sicherlich alles dafür geben. Ringo Schmieder greift dir oft unter die Arme, aber auch Ralf Bremisch und Andreas Kräter ziehen mit dir an einem Strang. Wer übernimmt welche Aufgaben und wie ist euer Verhältnis untereinander?

In dieser Saison kann ich glücklicherweise häufiger das Training leiten und hoffe damit Ringo wieder etwas Arbeit abzunehmen. Er wird sicherlich trotzdem oft genug das Training übernehmen, wenn es mal wieder ein Schleifer braucht! Keiner schafft es unsere Spieler mehr zu motivieren. Man kann bei Andreas, Ralf und Ringo von Vereinslegenden reden. Alle drei schauen auf Jahrzehnte im Fußball zurück und bringen viel Erfahrung mit. Gerade Andreas, als erfahrener Trainer, hat oft mal noch ein Tipp parat. Ich bin ihm natürlich über jede Hilfestellung äußerst dankbar. Besonders wenn Ringo und ich auf dem Platz stehen, lenkt er allzu oft von außen das Spiel, was man ja als Spieler nicht ganz so gut schafft. Ralf kann ich auch nur mein Lob aussprechen, weil er mit viel Herzblut dabei ist und sich um äußerst viele organisatorische Dinge rund um die Mannschaft kümmert. Das Klima untereinander, ist so wie alles im Verein - familiär -  sehr locker - entspannt.

War es auch diese Harmonie die dich so lange auf dem Dorf gehalten hat? Schließlich hast du eine gute Ausbildung bei Grün-Weiß Piesteritz erhalten, für Einheit Wittenberg in der Landesliga gekickt und dann noch ein paar Jahre in der Landesklasse gegen den Ball getreten. Warum Rackith/Dabrun?

Ja, die ist es! Ich sage ja immer das Rackith/Dabrun wie eine große Fußballfamilie ist. Ich hatte natürlich vorher auch tolle Jahre. In meiner Jugendzeit bei Einheit hatte ich mit Egbert Will und Günter Kunze zwei fantastische Trainer. Auch im Männerbereich hatte ich immer das Glück unter tollen Trainern zu spielen und zu lernen. Ob Olaf Aßmann bei Einheit oder Dietmar Hüller und Stefan Neuberg bei Piesteritz. Als ich das erste Mal zu Rackith/Dabrun gekommen bin, wurde ich von der ersten Minute an herzlich aufgenommen. Auch wenn ich zwischendrin wieder für  2,5 Jahre in Piesteritz war und noch einmal der Möglichkeit nachgegangen bin, um höherklassig zu spielen, hatte sich als ich zurückgekommen bin, daran nichts geändert. Ich bin daher jedem im und um den Verein dankbar für die tolle Unterstützung und für die schöne Zeit.

Jetzt erzähl uns doch bitte noch, wie es zu den Oberlippenbärten der gesamten Mannschaft im Aufstiegsjahr 2009 gekommen ist. (Siehe Bilder)

Puhh, da versuche ich mich kurz zu fassen. Andreas, unser damaliger Trainer, hatte einen Oberlippenbart - ich glaube er ist damit schon auf die Welt gekommen (lacht).  Wir Spieler haben uns ausgemacht, dass wir uns zum letzten Spiel ein Oberlippenbart wachsen lassen und beim Aufstieg der Bart von Andreas abrasiert wird. Es war wirklich zu geil wie einige damit aussahen, zum Beispiel Stefan Köppe und Harald Bassin, die dem Ganzen mit einem ordentlichen Hufeisen-Bart noch einen drauf gesetzt haben (lacht). Das Ende vom Lied - Aufstieg und der Bart musste ab.

Henry du tust uns gut! Danke und weiterhin viel Spaß an der schönsten Nebensache der Welt.