Zum letzten Spieltag reiste die SG Rackith/Dabrun bei tropischen Temperaturen in die Kurstadt. Für beide Mannschaften ging es um nichts mehr. Die Gastgeber standen bereits im Vorfeld als sicherer Absteiger in die Kreisliga fest.

Zu Beginn der Partie merkte man der SG die Unwichtigkeit dieser Partie an. Die Gastgeber kamen das ein ums andere Mal gefährlich vor das Tor. So war es einzig Alexander Klauß zu verdanken, dass man einen frühen Rückstand vermeiden konnte. Der eigene Spielaufbau war geprägt von Fehlpässen und mangelnder Laufbereitschaft. So erfolgte der Rückstand nur folgerichtig. Nach einer Flanke tauchte Pascal Quoos völlig frei vor dem Gehäuse auf und vollstreckte eiskalt. Mit dem Rückstand wachte nunmehr auch die SG etwas auf, ohne jedoch eine Torchance kreieren zu können. Doch kurz vordem Seitenwechsel gelang Nico Haase der sehenswerte Ausgleich.

Im zweiten Abschnitt wechselte die SG und dies brachte etwas mehr Sicherheit im Spielaufbau. Die Gastgeber agierten oft mit langen Bällen, die die Abwehr jedoch vorerst nicht in Gefahr brachte. Mit zunehmender Spieldauer verlagerte sich das Geschehen mehr und mehr in die Hälfte der SG. Doch die Gastgeber vermochten es nicht beste Möglichkeiten zu nutzen oder scheiterten am glänzenden Alexander Klauß. So hätten sich die Gäste nicht über einen erneuten Rückstand beschweren können. Eine der wenigen Möglichkeiten hatte Tony Grahl. Dieser wurde jedoch regelwidrig zu Fall gebracht und der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß. Doch dank lautstarker Proteste wurde dieser zurückgenommen und als Schwalbe gewertet. Überdies blieben weitere klarste Foulspiel ungeahndet, ob die Begründung, dass dies der letzte Spieltag wäre und deshalb mit Karten gegeizt wurde zutreffend ist bleibt mehr als fraglich.

Mit etwas Glück hätte Lars Hermann in der Schlussminute noch den Siegtreffer erzielen können. Nach Vorarbeit von Tony Grahl stand er völlig frei und schob den Ball weit am Tor vorbei.

So verabschiedet sich die SG mit einem 1:1 in die verdiente Sommerpause.

Aufstellung: Schapelt, Jahns, Janik, Breite, Haase, Ammerschuber (70 Min. Hübscher), Zerbe, Knape, Hermann, Grahl, Weidig (46 Min. Bremisch)

Nachdem Sieg aus der Hinrude konnte die SG Rackith/Dabrun auch im Rückspiel gegen die Germania aus Wartenburg die Oberhand behalten. Bei tropischen Temperaturen entwickelte sich das erwartet schwere Spiel. Die Gäste reisten mit der Empfehlung von 11 Pflichtspielen in Folge ohne Niederlage an und in Bestbesetzung. Der SG fehlten hingegen einige Stammkräfte. Dennoch übernahm man sofort das Kommando und konnte mehrfach nur durch Foulspiele gestoppt werden. Bei einer konsequenteren Schiedsrichterleistung hätte man hier schon für eine klare Linie sorgen können.

Die erste echte Möglichkeit brachte auch die Führung. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld behielt Tony Grahl die Übersicht und schickte Henry Knape auf "Reisen" der mit einem satten Schuss die Führung erzielte. Die Gäste schienen etwas geschockt und hatten besonders auf ihrer linken Seite erhebliche Probleme. Kurze Zeit später trat erneut der Schiedsrichter in den Mittelpunkt. Eine Flanke konnten die Germanen nicht klären und die Direktabnahme von Tim Bremisch landete am Arm eines Spielers. Diese streitbare aber vertretbare Entscheidung führte zum fälligen Strafstoß und Henry Knape verwandelte souverän. Doch die Gäste gaben sich nicht auf. Besonders durch Standardsituationen tauchten sie gefährlich bei der SG auf. Eine solche nutzte Sebastian Jost zum Anschluss. Dies erfolgte unter gütiger Mithilfe der SG.

Doch auch darauf war die SG gefasst und stellte kurze Zeit später den alten Abstand wiederher. Ein Freistoß von Tim Bremisch ging an "Freund und Feind" vorbei und Nico Haase brauchte nur noch den Kopf hinhalten. Kurz vor der Pause sollte es dies eigentlich gewesen sein. Doch Sebastian Jost erzeugte mit seinem zweiten Treffer im Spiel erneut Spannung. Diesem ging ein katastophaler Bock von Jens Schapelt voraus. Während die Germanen jubelten wurde Alexander Lerm erneut verwarnt und somit des Feldes verwiesen. Bei diesen Temperaturen natürlich ein bärendienst für die eigene Mannschaft.

So starteten die Germanen mit viel Schwung in den zweiten Abschnitt. Jedoch fehlten ihnen die klaren Strukturen und Ideen im Spiel nach vorne. Als plötzlich Florian Müller vor Jens Schapelt auftauchte machte dieser mit einer Glanzparade seinen Fehler wieder ungeschehen. Im eigenen Spiel merkte man der SG die numerische Unterlegenheit kaum an. Besonders Tony Grahl und der eingewechselte Sven Zerbe sorgten für Unruhe. Tony Grahl war es auch, der seinen Gegenspieler gleich mehrfach hintereinander düpierte und dieser seinen Pass nur mit einem Handspiel unterbinden konnte. Lars Hermann lief an und verwandelte souverän. Doch ein Spieler ging zu früh in den Strafstoß, so dass dieser wiederholt wurden musste. Trotz des steigenden Drucks behielt Lars Hermann die Nerven und erhöhte auf 4:2.

Die Gäste kamen bis auf einmal nur noch sporadisch vor das Tor der SG. Die neuformierte Abwehrreihe um Stefan Jahns, Norman Sehmisch und Daniel Janik dazu mit der Stabilität von Stefan Köppe machten es den Gästen sehr schwer. Bei einer besseren Ausspielung eigener Möglichkeiten wäre auch ein weiterer Treffer für die SG möglich gewesen.

So blieb es bis zum Abpfiff beim 4:2 für die SG Rackith/Dabrun die mit diesem Derbysieg Ihr letztes Heimspiel krönten.

Derbysieger sind: Jens Schapelt, Stefan Jahns, Norman Sehmisch, Daniel Janik, Lars Hermann, Tim Bremisch, Nico Haase (46 Min. Sven Zerbe), Henry Knape, Alexander Lerm, Tony Grahl (88 Min. Marcus Biebsch)

Die SG Rackith/Dabrun ging nach 5 Spielen ohne Niederlage erstmals wieder als Verlierer vom Feld. Diese Niederlage hätte unglücklicher und unverdienter nicht laufen können.

Von Beginn an spielte nur eine Mannschaft und zwar die der SG. Die Gäste konnten dem nichts entgegen setzen. Leider belohnten sich die Gastgeber nicht mit einem Treffer. Mit zunehmender Spieldauer wurden sich nunmehr auch Chancen erarbeitet. So scheiterte Henry Knape an der Latte und Tony Grahl am Torhüter. Gefühlte 70 % Ballbesitz, drückende spielerische Überlegenheit führten dennoch zu keinem Treffer. Nudersdorf kam einmal in die Hälfte der SG und Michael Hartling markierte nach einem Einwurf mit dem Pausenpfiff die glückliche Führung. Anscheinend waren einige Akteure bereits in der Kabine und nicht mehr konsequent bei der Sache.

Der zweite Abschnitt sollte ein Spiegelbild werden. Besonders Thomas Eckert warf sich für die Nudersdorfer in jedem Ball und vereitelte mehrfach gute Gelegenheiten. Was sich die SG vorhalten muss ist, dass die Angriffe einfach nicht zielstrebig zu Ende gebracht worden sind. So blieben Fernschüsse von Henry Knape, Tim Bremisch und Tony Grahl Seltenheit. Selbst innerhalb des Strafraumes wurden die Bälle quer gespielt. Die Gäste verteidigten mit viel Einsatz und Leidenschaft die Führung. Ein weiteres großes Problem waren die zahlreichen Standardsituationen, die für überhaupt keine Gefahr sorgen konnten. So blieb es bis zum Schlusspfiff bei diesem Ergebnis.

Leider belohnten sich die Spieler für Ihre tolle Leistung nicht mit mindestens einen Punkt. Dennoch sollte besonders die gezeigte Leistung als Ansporn für die kommenden Aufgaben sein. Ob dies bei der Vielzahl von fehlenden Spielern gelingt bleibt jedoch mehr als fraglich. Fußball sollte Spaß machen aber auch mit einer gewissen Regelmäßigkeit und Ernsthaftigkeit auch in der Kreisoberliga betrieben werden.

Aufstellung: Schapelt, Ellert, Hermann, Janik, Köppe, Haase, Knape, Bremisch, Sehmisch (70 Min. Stein), Grahl, Lerm (55 Min. Schmieder) 

Auf einem der besten Sportplätze im Kreisgebiet entwickelte sich, trotz personeller Engpässe auf beiden Seiten, eine temporeiche Kreisoberligapartie.

Die Gastgeber übernahmen hierbei das Geschehen und hätten durchaus in Führung gehen können. Jens Schapelt war jedoch zunächst nicht zu bezwingen. Bei der SG bemerkte man, dass besonders im Zentrum jegliche Abstimmung fehlte und insofern Lars Hermann oftmals gegen mehrere Spieler ankämpfen musste. Diese anscheinende numerische Überlegenheit spiegelte sich auch auf den Ballbesitz nieder. Doch mit zunehmender Spieldauer gelang es der SG auch eigene Akzente zu setzen. Besonders über Alexander Lerm, welcher seit längerer Zeit erstmals wieder im Angriff spielte, konnten sich Möglichkeiten erarbeitet werden. Die hierbei größte Möglichkeit hatte zweifelsfrei Sven Zerbe, der aus 8 m den freistehend vergab. Des Weiteren sorgten die Standardsituationen, ausgeführt von Göran Liß, immer wieder für Gefahr. So hätte es zum Pausenpfiff durchaus auch 2:2 stehen können.

Mit großen Erwartungen gingen die Spieler der SG in den zweiten Abschnitt. Doch diese fanden ein jähes Ende, als Artur Klassen nach pomadiger Abwehr traf. Hierbei sah Jens Schapelt nicht sonderlich glücklich aus. Doch die SG steckte nicht auf und zwang die Annaburger zu Fehlern im Spielaufbau. Folgerichtig erzielte Alexander Lerm nach einem langen Freistoß von Mario Fricke den verdienten Ausgleich. Doch dieser Schwung konnte durch die SG nicht mitgenommen werden. So ließ der spielstarke Tobias Unger mehrere Gegenspieler stehen und zog bis zur Grundlinie und Dennis Neu verwandelte zur neuerlichen Führung der Gastgeber. In der Folgezeit erspielte sich die SG mehrere Chancen. Ein Kopfball von Christan Ellert konnte auf der Linie geklärt werden und der Kopfball von Lars Hermann landete am Lattenkreuz.

So blieb es bis zum Schluss bei der unglücklichen Auswärtsniederlage. Dennoch zeigten viele Spieler eine gute Leistung.

Aufstellung: Schapelt, Fricke, Ellert, Janik, Hermann, Knape, Bremisch, Schmieder, Zerbe (80 Min. Stein), Liß (55 Min. Ammerschuber), Lerm

Erfreulicher Weise konnte das Trainergespann Andreas Kräter/ Ringo Schmieder auf Alexander Lerm, Ron Maffert und Tim Bremisch kurzfristig und unerwartet zurückgreifen.

Dies sollte sich auch umgehend bemerkbar machen. Mit der ersten Möglichkeit erzielte Alexander Lerm nach Vorarbeit von Henry Knape die Führung. Ein Pass in die Tiefe reichte und Alexander Lerm behielt die Ruhe vor dem gegnerischen Keeper. Leider brach gleichzeitig auch seine Verletzung auf und er musste ausgewechselt werden. Die Gastgeber agierten mit Ihrer ganzen Erfahrung relativ unbeeindruckt und konnten die Partie beruhigen. Die wenigen Möglichkeiten entschärfte Alexander Klauß im Tor souverän. Bei der Spielgemeinschaft ging der anfängliche Spielfluss etwas verloren. Besonders augenscheinlich war, dass das Zusammenspiel der einzelnen Positionen nicht mehr funktionierte. So blieben Chancen Mangelware.

Der zweite Abschnitt begann mit einem herben Rückschlag. Einen Zweikampf innerhalb des Strafraumes von Raik Breite wertete der Unparteiische zum Unverständnis aller Beteiligter als Foulspiel. Andreas Fritzsche lies sich die Chance nicht nehmen und verwandelte souverän. Doch die SG antwortete blitzschnell. Im direkten Gegenzug stellte Ron Maffert nach Zuarbeit von Henry Knape den Abstand wieder her. Doch die neuerliche Führung brachte der SG keine Stabilität. Besonders die Einwechslungen brachten nicht den gewünschten Erfolg. Die Grafen versuchten, durch den einsetzenden Regen, mit Fernschüssen zum Erfolg zu kommen. Leider verstand es die SG viel zu wenig sich spielerisch zu befreien. Nach einer gelungenen Einzelaktion von Ringo Schmieder hätte Ron Maffert die Entscheidung erzielen können doch er schloss die Situation zu überhastet ab.

Zum Spielende schwanden die Kräfte auf der SG merklich und es schlichen sich noch mehr Fehler im Spiel ein. Doch der Wille um die Verteidigung und Kapitän Nico Haase war groß, so dass die Führung über die Zeit gebracht werden konnte.

Somit kann festgehalten werden, dass die SG nunmehr im 5 Spiel in Folge ohne Niederlage ist und sich die anderen Spieler nahtlos einfügen. Mit diesem Sieg verabschiedete sich die SG nun endgültig aus dem Abstiegskampf und kann in den nächsten Wochen ohne Druck aufspielen.

Aufstellung: Klauß, Hermann, Ellert, Breite, Haase, Maffert, Lerm (10 Min. Hübscher, 80 Min. Biebsch), Ammerschuber (46 Min. Bremisch), Zerbe, Knape, Schmieder